Eröffnung:
Freitag, 3. Februar 2017, 20:00 Uhr
Finissage:
Sonntag, 5. März, 11:00 Uhr
Musik zur Finissage:
Peter Ablinger, Voices and Piano
Neus Estarellas, Klavier
Über die Ausstellung:
Malte Kübel beschäftigt sich in seinen Arbeiten u. a. mit dem Thema Erinnerung und der Bedeutung von Erinnerungsorten. Dabei geht es um seine eigene Wahrnehmung dieser Orte. Eine Auseinandersetzung mit der der fehlenden kollektiven Erinnerung ist in der fotografischen Serie Erinnerungsorte zu sehen. Diese Tatorte sind ein fotografisches Plädoyer für die zehn ermordeten Opfer des ,Nationalsozialistischen Untergrunds’, NSU, die im Verhältnis zu den Tätern wenig Aufmerksamkeit erfahren haben. Die Arbeit A Darkness More Than Night spielt mit der Wirkung von Licht, von künstlicher Beleuchtung in der Nacht, die eine spezifische Stimmung erzeugt. Durch lange Belichtungszeiten entstanden Bilder, die den atmosphärischen Charakter dieser Orte hervorheben. Beide fotografischen Arbeiten wurden analog im Großformat fotografiert.
Über den Künstler:
Malte Kübel (geboren 1981 in Hamburg) gelangte über ein abgebrochenes Studium der Islamwissenschaften und einem darauf folgenden, einjährigen Auslandsaufenthalt zur Fotografie. Von 2011-2015 studierte er an der ,Neuen Schule für Fotografie’ in Berlin und schloss mit der fotografischen Arbeit Erinnerungsorte als Teil der Absolventenausstellung im Mai 2015 ab. Teilnahme an diversen Gruppenausstellungen, unter anderem „Nackt“ 2014 im Projektraum Berlin-Kreuzberg und „Sieben“ im Oktober 2016 im Kunstraum Graz in Regensburg.
Malte Kübel lebt und arbeitet in Hamburg.
Aktuell
Theater
Beautiful and daily Stonings (the Sleeping Wife)
ein Theaterstück von Art Territories Collective
Über das Stück:
Beautiful and daily Stonings (the Sleeping Wife) ist inspiriert von Talia, Sonne und Mond, der Erzählung, die Giambattista Basile 1634 verfasste und aus der sich Jahrhunderte später Dornröschen entwickelte.
Während die Tradition darin eine Liebesgeschichte und ein glückliches Schicksal sieht, verweilt dieses Stück in den dunkleren Bereichen der Erzählung: dem schlafenden, verlassenen Körper, dem Verlangen, der Macht und der Gewalt. Im Wechsel zwischen fiktionalen Bezügen und dem ständigen Echo realer Fälle im Zusammenhang mit dem berüchtigten „Schlaf-Inhalt“ durchbohrt das Stück die glänzende Oberfläche des Märchens und legt offen, was hinter dem Versprechen eines Happy Ends verborgen liegt.
Infos:
Datum: 18. und 19. September 2026, je 19 Uhr
Dauer: 1 Std. 15 Min.
Team: Karina Pino Gallardo (Regie, Text und Darstellerin), Emilia Dorr (Regieassistenz und Darstellerin), Maya Siegle (Darstellerin), Carlos Hernández (Sounddesign), Videos: Dayani Muñoz
Über die Künstlerin:
Karina Pino Gallardo ist eine kubanische Theaterregisseurin, Performerin und Kunstwissenschaftlerin, die in Deutschland lebt.
In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Konzepten wie Erinnerung, Gewalt und Macht auseinander und schafft immersive Performances und Theaterstücke, in denen dokumentarische Ansätze und Fiktion miteinander verschmelzen. Im Rahmen verschiedener Künstlerresidenzen (Portugal, Deutschland, Spanien, Italien, Chile, Kolumbien, Kuba), Festivals und kreativer Plattformen hat sie internationale Projekte entwickelt und mit zahlreichen Künstlern und Institutionen in ganz Europa und Lateinamerika zusammengearbeitet. Ihre Theaterstücke und Performances wurden in den letzten sechs Jahren europaweit aufgeführt.