STUDIO 34
Konzertreihe in Kooperation mit STUDIO NEUE MUSIK & Campus Gegenwart (HMDK Stuttgart)

Studio Tillack Knöll

19. April 2024, 20 Uhr

„Nostalgie“

Zu Arnold Schönbergs 150. mit Dieter Schnebels nostalgie.

 

 

Nach Bergamo, zur Heimat,

Kehrt nun Pierrot zurück,

Schwach dämmert schon im Osten

Der grüne Horizont.

 

Heimweh, Sehnsucht, Nostalgie… ist das ein wertvolles Instrument oder eine schwere Belastung? Gerade in schwierigen Zeiten, bringt sie uns Hoffnung oder hält sie uns doch eher fest?

Durch Pierrots Reise und Erlebnisse und den ausdrucksstarken Inhalt von Schnebels Gesten – allerdings ohne Klangerzeugung – lädt dieses Programm dazu ein, über (unsere) Erfahrungen, Veränderung und die aktuelle Situation nachzudenken: Ist Nostalgie ein Lichtblick oder eine Fessel?

 

„Das Leben ist ein kleiner Lichtraum zwischen zwei Nostalgien: der von dem, was man noch nicht gelebt hat, und der von dem, was man nicht mehr leben kann. Und der richtige Moment des Handelns ist so verworren, so glitschig und so flüchtig, dass man ihn damit vergeudet, sich wie benommen umzusehen”.

Rosa Montero

 

Unter der Leitung von Delia Ramos Rodríguez

20. April 2024, 20 Uhr

„Deconstructing the Western Gaze“

Examination of the post-colonial influence of Western music and how some composers deconstruct the Western gaze.

 

Eine lecture performance, die “Western Lens” erklärt und konkrete Beispiele nennt für den anhaltenden postkolonialen Einfluss westlicher Musik und dafür, wie manche Musik den westlichen Blick „dekonstruiert“. Dem Vortrag folgt eine Aufführung von 3 Stücken von Komponisten aus verschiedenen Kulturen (z. B. Korea, Israel, Palästina, Deutschland, USA, Japan usw.), die kreative Wege finden, den westlichen musikalischen Einfluss zu vermeiden oder ihn anzunehmen.

 

Unter der Leitung von June Young (Will) Kim

20. April 2024, 21:30 Uhr

„SITTING IN A ROOM“

a soundsTheatre for parallel listening spaces

 

Sitting in a room, der Titel inspiriert vom Stück „I’m sitting in a room“ von Alvin Lucier, ist eine vergleichende Erfahrung zweier unterschiedlicher Musikmodi: Improvisation und Komposition. Während die Komposition als westliche Tradition grundlegende Möglichkeiten zur Schaffung von Neuheit und Präzision bietet, fehlt ihr die wichtige Verbindung zwischen Komponist und Ausführungsmoment. Auf der anderen Seite bietet die Improvisation einen direkten Bezug zur subjektiven Sphäre des Künstlers, ist jedoch extrem eingeschränkt durch seine Fähigkeiten und die Traditionen der Improvisation sowie die vorhandenen Instrumente.

Das Publikum kann wählen, in zwei verschiedenen Hörbereichen zu sitzen. In einem Raum wird eine Aufführung einiger Kompositionen von Vahid Hosseini, einem iranischen Komponisten, stattfinden, während der Komponist selbst im anderen Raum improvisiert. Jeder Raum bietet ein unterschiedliches Hörerlebnis. Das Publikum ist frei, seine Wahl zu treffen und während der Aufführung seine Meinung zu ändern, aber jede Entscheidung wird Konsequenzen haben, ähnlich wie im wirklichen Leben.

 

Unter der Leitung von Vahid Hosseini

Mit:

Víctor Rubio Aparici
Malin Grass
Luise Kallmeyer
June Young (Will) Kim
András Lakatos
Milena Roder
Cecilia Seo
Sebastian Triebener

Über die Veranstaltungsreihe

Die Konzertreihe STUDIO 34, veranstaltet seit 2021 vom KUNSTRAUM 34 in Zusammenarbeit mit dem STUDIO NEUE MUSIK / CAMPUS GEGENWART (HMDK Stuttgart), bietet Studierenden mit Schwerpunkt Neue Musik die einzigartige Gelegenheit, eigenständig Konzerte, Installationen und Performances in den attraktiven, seit Jahrzehnten gut etablierten Gewölbekellern zu präsentieren.

In Kooperation mit:

STUDIO NEUE MUSIK / CAMPUS GEGENWART (HMDK Stuttgart)