Eröffnung:
Freitag, 23. Februar 2018, 20:00 Uhr
mit einer Einführung von Dr. Katrin Dillkofer, Kunstwissenschaftlerin
Über die Künstlerin:
Jessica Buhlmann wurde 1977 in Potsdam geboren, studierte Freie Kunst an der UdK Berlin und schloss ihr Studium 2007 mit einem Meisterschülertitel in Malerei ab. Ihre Malerei beschäftigt sich mit der Ambivalenz zwischen der Erinnerung an das Gegenständliche und formaler Abstraktion. Die Arbeit an einem Bild ist für die Künstlerin oft ein langer fortschreitender Prozess, in dem isolierte Formen, sowie deren Zusammenklang als neues Ganzes genau ausgelotet werden. Sie bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen pre-moderner und modernistischer Tradition, und zwischen geplanter und improvisierter, unerforschter bildnerischer Sprache. Die Bildoberflächen sind meist flach und homogen; gebrochen von pastos rohen oder geschütteten Arealen. Eine Wechselwirkung zwischen kontrollierten Arbeitsschritten mit Entscheidungen basierend auf Zufall und Experiment, unabhängig von der bildnerischen Komposition, resultieren in einen eigenen Raum von Komposition, Farbe und textoralen Zusammenhängen, die im Fokus von Jessica Buhlmanns Arbeit stehen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
„Während des Malprozesses, der aber auch von der Intuition geleitet wird, formuliert sie (Jessica Buhlmann) immer wieder Regeln, die sie dann doch bricht, sodass sie sich auf den Bildern nicht mehr zurückverfolgen lassen. So entsteht ein freies Formenspiel, voller Spannung und geheimnisvoller Bezüge. Malerei als sorgfältige Forschungsarbeit, bescheiden, konzentriert und schön.“ (Adrienne Braun, in: ART Magazin 8/2016)
Aktuell
Konzert
shindig #7
Grand Piano
Über die Veranstaltung:
Shindig Nr. 7!! Diesmal: Grand Piano, am 18. April im Kunstraum 34 in Stuttgart, 21 Uhr!
Die Pianistin Mai Kawano wird „Mass“, „Concerts“ und „I See“ von Yuri Umemoto sowie „Lucid“ von Ben Nobuto und „djytb: Tutorial No. 1“ von Lukas Beyer aufführen – allesamt Kompositionen für Klavier und Fixed Media. Nach dem Konzert werden Yuri Umemoto, Mai Kawano und Lukas Beyer gemeinsam ein DJ-Set spielen.
Eintritt auf Spendenbasis.
shindig ist eine von Lukas Beyer und Weiny Fitui initiierte Konzertreihe für zeitgenössische experimentelle Musik.
Über die Musiker*innen:
Yuri Umemoto (geb. 2002) ist ein in Tokio geborener Komponist. Seine Musik entsteht durch Notation, Aufnahme und Bearbeitung, wobei er häufig aufgezeichnete Stimmen und Lieder einbezieht. Er schafft Werke, die von Bühnenaufführungen bis hin zu Aufnahmen reichen. Seine Praxis umfasst klassische und zeitgenössische Musik/Kunst sowie die Club-, Experimental-, Ambient- und Popmusikszene. Umemoto ist derzeit Artist in Residence bei @akademiesolitude.
Mai Kawano (geb. 2002) ist eine in Frankfurt lebende Pianistin. Mit einem Hintergrund in der klassischen Musik arbeitet sie mit Komponisten ihrer Generation zusammen und bringt neue Werke zur Uraufführung. In ihren Arrangements interpretiert sie bestehendes Material neu und erforscht durch eine ausgeprägte Sensibilität für instrumentale Ansätze Erinnerung und Erzählung.
Ben Nobuto (geb. 1996) ist ein britisch-japanischer Komponist, Pianist und Produzent, der in London lebt. Mit einem Stil, der als „äußerst zeitgenössisch“ (Manchester Collective) und „klanglich umwerfend“ (RPS Awards) beschrieben wird, beschäftigt sich seine Musik mit Themen wie Aufmerksamkeit und Fragmentierung, wobei er auf spielerische, ironische und surreale Weise Anleihen bei der Internetkultur und populären Ausdrucksformen nimmt. Er kombiniert häufig akustische und elektronische Klänge und interessiert sich dafür, wie Prozesse des einen auf das andere übertragen werden können, sowie für die Beziehung zwischen dem „Menschlichen“ und dem „Nicht-Menschlichen“ im Kontext einer Live-Performance.
Lukas Beyer (geb. 1997) ist djytb, djytb ist ____________. Zum Beispiel hat er ein IKEA-Regal in ein Soundsystem umgebaut (Kallax Soundsystem, 2022), einen musikalischen Kurzfilm gedreht (Official Music Video, 2025) und versteht Konzerte als performative Setzungen. Seine Musik wurde von In Unison (Brüssel) und 76666 (Karlsruhe) veröffentlicht.