Aktuell
Performance
Paarungszeit
Cindy Cordt und Marie Lienhard
Performance:
Samstag, 2. März 2024, 19 Uhr
Über die Veranstaltung:
Veränderungen entstehen oft durch alltägliche Begegnungen. Diese Interaktionen und das Aufeinander-reagieren werden in der Reihe Paarungszeit am 2. März durch das Zusammenspiel der Performerin Cindy Cordt und der Künstlerin Marie Lienhard reflektiert. Wie Körper im Raum individuelles Verhalten und gesellschaftliche Rollen spiegeln, zeigt sich im Kunstraum 34 nach einem kreativen Austausch vor Ort, auf den sich beide Künstlerinnen einlassen. Ausgangspunkt ist dabei die eigene Arbeit gepaart mit der Bereitschaft zum Dialog zu aktuellen Themen. Die Zuschauer*innen sind eingeladen, an den Denk- und Schaffensprozessen teilzunehmen.
Über die Künstlerinnen:
Marie Lienhard ist international für ihre immersiven Kunstprojekte in führenden Kunstinstitutionen und im öffentlichen Raum anerkannt. Über ein Jahrzehnt hat sie Kunst mit neuen Technologien, in digitalen und analogen Räumen verknüpft. Ihre Werke sind in renommierten Sammlungen vertreten und wurden vielfach international gewürdigt.
Cindy Cordt ist Performancekünstlerin und studierte an der Bauhaus Universität und der HGB Leipzig. Sie lehrte an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart. International aktiv, realisiert sie Kunstprojekte, Performances und Videos. Sie provoziert den Wunsch zur Teilnahme, schafft dadurch Verbindungen zu ihrem Publikum und fördert so das gemeinsame, soziale Bewusstsein.
Aktuell
Ausstellung
Synchronized Collapse
Wagehe Raufi und Martin Dörr
Eröffnung:
Freitag, 9. Januar 2026, 19:00 Uhr
Artist Talk:
Freitag, 16. Januar 2026, 18:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Die Tasche des Janitors (dt. Hauswart*in), gefüllt mit Schlüsseln, Werkzeugen und Überresten bevorstehender und vergangener Reparaturen, wird zum Ausgangspunkt einer multimedialen Installation über Ordnung, Kontrolle und die Arbeit an Systemen, die nur scheinbar stabil sind. Martin Dörr und Wagehe Raufi untersuchen den Tascheninhalt als chaotisches Archiv. Metallstücke, Kabelreste, Gefundenes und Verlorenes erzeugen Klang und Reibung; die materielle Collage wird im Analogen und in der digitalen Simulation zum klirrenden Erzählenden. Durch Greifbewegungen lösen die Künstler*innen Kettenreaktionen aus, in denen Objekte kippen, Dinge entgleiten, aus der Tasche fallen und fragile Gleichgewichte kollabieren. „Synchronized Collapse“ macht die Dinge zu Akteur*innen einer choreografierten Störung und zeigt den Janitor als Hüter*in eines empfindlichen Systems.
Martin Dörr arbeitet als Künstler und System-/Game-Designer in Berlin und untersucht kollektive Verhaltensweisen sowie die Dynamik komplexer, mehr-als-menschlicher Systeme. Wagehe Raufi erforscht die Schnittstelle zwischen materieller Präsenz und digitaler Fragilität und lässt virtuelle Räume mit Archivspuren, Bildern, Texturen und physischen Setzungen verschmelzen. Gemeinsam entwickeln sie ein Labor der innewohnenden Instabilität und Störung, die Räume und Systeme funktionsfähig halten.
Über die Künstler*innen:
Martin Dörr (1990, Pirmasens) ist ein in Berlin lebender Künstler und System/Game Designer. Er hat ein Diplom in Bildender Kunst von der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und einen M.A. in System/Game Design von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. 2018/19 studierte er mit einem DDA-Stipendium an der Central Academy of Fine Arts in Peking. Seine künstlerische Arbeit wurde international ausgestellt; seine praktische und theoretische Forschung wurde u. a. durch das Deutschlandstipendium, den Marielies-Schleicher-Preis und die Stiftung Kunstfonds gefördert. Seit 2015 ist Dörr Mitglied von Blockadia*Tiefsee, einem interdisziplinären Kollektiv, das technologische und ökologische Transformationsprozesse durch künstlerische Forschung und partizipative Formate untersucht.
Wagehe Raufi (1990, Dissen am Teutoburger Wald) ist bildende Künstlerin und war zuletzt Stipendiatin der Hessischen Kulturstiftung in der Cité internationale des Arts in Paris. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundespreis für Kunststudierende (2021), einem DAAD-Stipendium für ein Auslandssemester an der Central Academy of Fine Arts in Peking (2018) sowie dem SYN Award für interdisziplinäre Forschung (2017), der mit einer Residenz in den Meisterhäusern des Bauhauses in Dessau verbunden war. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt u. a. in der Kunsthalle zu Kiel (2025), im Kunstverein Arnsberg (2024), im Historischen Museum Frankfurt (2024) und in der Bundeskunsthalle Bonn (2021).
Kuration:
Eva Dörr und Juli Gebhardt
In Kooperation mit:
Gefördert durch: