Eröffnung:
Freitag, 23. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17:00-20:00 Uhr
Samstag 11:00-17:00 Uhr
Sonntag 14:00-17:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Der Körper ist heutzutage so virtualisiert, dass er sich sehr von medialen Reizenbeeinflussenlässt. Unser privater Raum wird ständig von piependen, blitzenden und vibrierenden Geräten überreizt. Beziehungen brauchen unter Umstanden gar keine physische Ebene mehr, da unsere technischen Fähigkeiten die fassbaren Grenzen durchbohren und uns, mitunter ungefragt, in das Leben anderer Menschen eindringen lassen. Aber wie entstehen und verändern sich Verbindungen zwischen Menschen und wie entwickeln sich Lust und Verlangen über räumliche Distanz hinweg in einer digitalisierten Welt? Ist es möglich, Beziehung hauptsächlich auf einer virtuellen Ebene zu leben? Wie wichtig ist Körperlichkeit und wie notwendig Virtualität? Und wie kann die für eine Beziehung so notwendige Spannung über eine große Distanz aufrecht erhalten werden? Diesen Fragen stellen sich die Künstler*innen Johana Gomez (Beijing/Stuttgart) und Lorenz Rommelspacher (Amsterdam/Köln) in ihrer interaktiven, audiovisuellen Installation „Longing“.
Die beiden Räume, die zwar örtlich getrennt jedoch „medial“ miteinander verbunden sind, repräsentieren dabei jeweils eine*n der beiden Künstler*innen. Die Besucher*innen werden dazu eingeladen sich in den Räumen aufzuhalten, sich frei zu bewegen, zu verweilen, sich umzusehen, Gegenstände zu begutachten und zu bewegen und durch diese Erfahrung der/dem jeweiligen Künstler*in näher zu kommen. Mit der Installation schaffen Gomez und Rommelspacher einen immersive Raum in dem der*die Zuschauer*in, anstatt das Werk ausschließlich passiv zu konsumieren, zum Teil des Erlebten wird.
Aktuell
Ausstellung
Readymades
Shirley Cho
Eröffnung
06. März 2026, 19 Uhr
Über die Ausstellung:
It was still a little dark as a light summer wind blew through the quiet construction site. In the twilight the readymades stirred themselves awake. Some were lying down, some standing, some hanging and some leaning. From their positions they greeted each other with a friendly “goodmorning”. Each of them took their time to stretch and move around a little. Today would be another long day. Soon the sun would rise over and the stillness would be disrupted by the first workers arriving on site. The readymades returned to their positions and prepared themselves. They were one less than yesterday. One of them had been taken – quietly observed, picked up by curiosity, wrapped in a piece of cloth and carried away. Perhaps another one of them would be taken today. Trying to look their best, each readymade secretly hoped it would be them. That today would be the day that she would notice them.
Shirley Cho
Über die Künstlerin:
Shirley Cho ist eine australisch-koreanische interdisziplinäre Künstlerin, die in Australien, Japan und Deutschland studiert hat und seit 2013 in Stuttgart lebt.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Bildhauerei sowie Schmuck- und Objektdesign. In ihren Installationen erforscht sie die Beziehung zwischen Objekten und deren Zusammenspiel mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten. Materialspezifische Eigenschaften und die daraus entstehenden Prozesse spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Arbeiten sind oft ortsbezogen und treten in Dialog mit Architektur und Natur.