Longing
Ein Projekt von: Kollektiv_TúYo

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Vernissage:

Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag und Freitag 17-20 Uhr
Samstag 11-17 Uhr
Sonntag 14-17 Uhr

 

Der Körper ist heutzutage so virtualisiert, dass er sich sehr von medialen Reizenbeeinflussenlässt. Unser privater Raum wird ständig von piependen, blitzenden und vibrierenden Geräten überreizt. Beziehungen brauchen unter Umstanden gar keine physische Ebene mehr, da unsere technischen Fähigkeiten die fassbaren Grenzen durchbohren und uns, mitunter ungefragt, in das Leben anderer Menschen eindringen lassen. Aber wie entstehen und verändern sich Verbindungen zwischen Menschen und wie entwickeln sich Lust und Verlangen über räumliche Distanz hinweg in einer digitalisierten Welt? Ist es möglich, Beziehung hauptsächlich auf einer virtuellen Ebene zu leben? Wie wichtig ist Körperlichkeit und wie notwendig Virtualität? Und wie kann die für eine Beziehung so notwenige Spannung über eine große Distanz aufrecht erhalten werden? Diesen Fragen stellen sich die Künstler*innen Johana Gomez (Beijing/Stuttgart) und Lorenz Rommelspacher (Amsterdam/Köln) in ihrer interaktiven, audiovisuellen Installation „Longing“.

 

Die beiden Räume, die zwar örtlich getrennt jedoch „medial“ miteinander verbunden sind, repräsentieren dabei jeweils eine*n der beiden Künstler*innen. Die Besucher*innen werden dazu eingeladen sich in den Räumen aufzuhalten, sich frei zu bewegen, zu verweilen, sich umzusehen, Gegenstände zu begutachten und zu bewegen und durch diese Erfahrung der/dem jeweiligen Künstler*in näher zu kommen. Mit der Installation schaffen Gomez und Rommelspacher einen immersive Raum in dem der*die Zuschauer*in, anstatt das Werk ausschließlich passiv zu konsumieren, zum Teil des Erlebten wird.