Eröffnung:
Freitag, 19. Mai 2017, 20:00 Uhr
Finissage:
Sonntag, 25. Juni 2017, 16:00 Uhr
Musik zur Finissage:
Taktil: Klang-Situation von Kreidler, Marcoll und mehr
Frauke Aulbert, Stimmperformance
Neus Estarellas, Klavier & Performance
Im Anschluss wird in der Galerie und im Garten ein Sommerfest stattfinden, zu dem alle herzlich eingeladen sind.
Über die Ausstellung:
In Sicherheit geborgen – ein Zustand, der uns das Gefühl gibt, angekommen zu sein. Wir möchten uns absichern, behütet sein vor Unglück und Leid. Aber es gibt Dinge, welche außerhalb unserer Kontrolle liegen. Tiere, Pflanzen, Menschen – jede Kultur, jede Epoche hat ihre Strategien entwickelt, um auf Bedrohungen und Ängste zu reagieren. Kult und Mythologie, Glaube und Aberglaube sind dabei im Laufe der Zeit modernen Schutzeinrichtungen und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gewichen. Diese heutigen Mittel werden folgenden Generationen ähnlich naiv erscheinen, wie auf uns die Versuche unserer Vorgänger wirken.
Ulrike Jänichen hinterfragt unsere Strategien. Ein Ausgangsmaterial ihrer Arbeit ist Einweg-Schutzkleidung aus Tyvek. Sie bestickt diese industriell gefertigten Massenprodukte von Hand, fertigt aus ihnen schützende Hüllen. Dafür entnimmt sie traditionellen Stickereien Zeichen und Muster. Durch die ihnen innewohnende Symbolik versieht sie die Kleider mit dem Wunsch und der Hoffnung auf universelle Sicherheit und Beistand.
Gefördert durch:
Aktuell
Konzert
Cinéma Sonore
Naama Freedman
Termine:
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation mit Naama Freedman und Gästen
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Programm:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore erweckt gefeierte Werke der Stummfilmära in Verbindung mit experimentellen Live-Performances zum Leben und interpretiert frühe visuelle Erzählungen durch zeitgenössische Klangsprachen neu, um neue Bedeutungen und Assoziationen zu entdecken.
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
(1928, Regie: Germaine Dulac)
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Besessen von der Frau eines Generals hat ein Geistlicher seltsame Visionen von Lust und Tod und kämpft gegen sein eigenes Verlangen an.
Noch vor den einflussreichen Werken von Salvador Dalí und Luis Buñuel schafft Germaine Dulac ein beispielloses Kunstwerk, das von vielen als der erste surrealistische Film angesehen wird. Verzerrte Bilder, bizarre sich wiederholende Muster, alles gesehen durch eine Linse, die die Realität zerschmettert und zerbrochene Fragmente mit fantastischen Halluzinationen vermischt.
Der Film wird von einer kurzen Einführung begleitet.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation
mit Naama Freedman und Gästen
Der Samstagabend ist als kollaboratives Konzertformat angelegt: Naama Freedman entwickelt gemeinsam mit eingeladenen lokalen Musiker*innen eine improvisierte Performance im Zusammenspiel mit filmischem Material.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Unter der Anleitung von Naama Freedman lernen wir in diesem Workshop, unsere Stimme bewusst einzusetzen und Sicherheit im Auftreten vor anderen zu gewinnen. Ob beim Lesen eines Gedichts, beim Rezitieren eines Textes oder beim Singen eines Liedes – es geht nicht um eine „schöne Stimme“, sondern darum, die eigenen Worte zu meinen. Durch gemeinsame und individuelle Übungen erkunden wir neue Möglichkeiten des Ausdrucks.
Naama Freedman ist Künstlerin, Sängerin und Musikerin und verfügt über 20 Jahre Bühnenerfahrung weltweit – von Cabaret-Shows über Performancekunst und Lesungen bis hin zu Musicals.
Zur Teilnahme am Workshop bitten wir um vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@kunstraum34.de.
Über die Veranstaltunsgreihe:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore versteht sich als lebendige Plattform für experimentelle Klangkunst, die die Ausdrucksmöglichkeiten von Musik und Film auf innovative Weise miteinander verschränkt, indem sie experimentelle Musikperformances als Live-Scores zu Meisterwerken des Stummfilms präsentiert. Bedeutende filmische Werke werden in einen neuen Kontext gesetzt – das Ergebnis ist keine nostalgische Rekonstruktion, sondern eine hybride, medienübergreifende Kunsterfahrung, die historische Filmkunst mit aktueller musikalischer Praxis verbindet.
Cinéma Sonore lädt das Publikum zu einer meditativen audiovisuellen Erfahrung ein: Die Besucher*innen können selbst entscheiden, ob sie ihre Aufmerksamkeit auf den Film, die Musik oder beides richten – oder die Augen schließen und sich ganz der inneren Wahrnehmung überlassen.
Die Veranstaltungsreihe untersucht, wie frühe visuelle Erzählformen durch zeitgenössische Klangsprachen neu interpretiert werden können und welche Assoziationen, Bedeutungen und sinnlichen Wahrnehmungen dabei entstehen. Cinéma Sonore versteht sich als Raum für künstlerische Freiheit, für subtile und zugleich radikale künstlerische Setzungen sowie als Plattform für Musiker:innen der freien Szene, die jenseits kommerzieller Formate arbeiten.
Über die Künstlerin:
Naama Freedman ist eine in Hamburg lebende Künstlerin, Musikerin und Performerin, deren Arbeit die Bereiche Klang, Video und Installation umfasst. In ihren Performances verwebt sie Musik und Text, um zum Nachdenken anregende Erlebnisse zu schaffen. Sie ist die Gründerin der Konzertreihe Cinéma Sonore.
Kuration:
Theo Dietz
Technik:
Ivan Syrov
In Kooperation mit:
Gefördert durch: