Besetzung:
Isaï Angst und Felix Behringer, Klarinetten und Elektronik
Über die Musiker*innen:
Isaï Angst widmete sich im Verlauf seines Klarinettenstudiums an der Zürcher Hochschule der Künste vermehrt der Programmierung live-elektronischer Musik. Er ist festes Mitglied im Forschungsteam der SABRe und als Computermusiker freiberuflich in mehreren Ensembles wie u.a. dem soyuz21 oder als Klarinettist im Ensemble 9-Point inc. tätig.
Der Klarinettist Felix Behringer hat sich als Spezialist der zeitgenössischen Musik einen Namen gemacht. Freischaffend ist er regelmäßig als Aushilfe in zahlreichen Neue Musik Ensembles, sowie als Pädagoge an der Musikschule und an Workshops für Komponisten, Instrumentalisten und Schüler tätig. Felix Behringer lebt und arbeitet in Stuttgart und Zürich, wo er vor allem als Pädagoge tätig ist.
Aktuell
Konzert
Cinéma Sonore
Naama Freedman
Termine:
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation mit Naama Freedman und Gästen
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Programm:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore erweckt gefeierte Werke der Stummfilmära in Verbindung mit experimentellen Live-Performances zum Leben und interpretiert frühe visuelle Erzählungen durch zeitgenössische Klangsprachen neu, um neue Bedeutungen und Assoziationen zu entdecken.
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
(1928, Regie: Germaine Dulac)
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Besessen von der Frau eines Generals hat ein Geistlicher seltsame Visionen von Lust und Tod und kämpft gegen sein eigenes Verlangen an.
Noch vor den einflussreichen Werken von Salvador Dalí und Luis Buñuel schafft Germaine Dulac ein beispielloses Kunstwerk, das von vielen als der erste surrealistische Film angesehen wird. Verzerrte Bilder, bizarre sich wiederholende Muster, alles gesehen durch eine Linse, die die Realität zerschmettert und zerbrochene Fragmente mit fantastischen Halluzinationen vermischt.
Der Film wird von einer kurzen Einführung begleitet.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation
mit Naama Freedman und Gästen
Der Samstagabend ist als kollaboratives Konzertformat angelegt: Naama Freedman entwickelt gemeinsam mit eingeladenen lokalen Musiker*innen eine improvisierte Performance im Zusammenspiel mit filmischem Material.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Unter der Anleitung von Naama Freedman lernen wir in diesem Workshop, unsere Stimme bewusst einzusetzen und Sicherheit im Auftreten vor anderen zu gewinnen. Ob beim Lesen eines Gedichts, beim Rezitieren eines Textes oder beim Singen eines Liedes – es geht nicht um eine „schöne Stimme“, sondern darum, die eigenen Worte zu meinen. Durch gemeinsame und individuelle Übungen erkunden wir neue Möglichkeiten des Ausdrucks.
Naama Freedman ist Künstlerin, Sängerin und Musikerin und verfügt über 20 Jahre Bühnenerfahrung weltweit – von Cabaret-Shows über Performancekunst und Lesungen bis hin zu Musicals.
Zur Teilnahme am Workshop bitten wir um vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@kunstraum34.de.
Über die Veranstaltunsgreihe:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore versteht sich als lebendige Plattform für experimentelle Klangkunst, die die Ausdrucksmöglichkeiten von Musik und Film auf innovative Weise miteinander verschränkt, indem sie experimentelle Musikperformances als Live-Scores zu Meisterwerken des Stummfilms präsentiert. Bedeutende filmische Werke werden in einen neuen Kontext gesetzt – das Ergebnis ist keine nostalgische Rekonstruktion, sondern eine hybride, medienübergreifende Kunsterfahrung, die historische Filmkunst mit aktueller musikalischer Praxis verbindet.
Cinéma Sonore lädt das Publikum zu einer meditativen audiovisuellen Erfahrung ein: Die Besucher*innen können selbst entscheiden, ob sie ihre Aufmerksamkeit auf den Film, die Musik oder beides richten – oder die Augen schließen und sich ganz der inneren Wahrnehmung überlassen.
Die Veranstaltungsreihe untersucht, wie frühe visuelle Erzählformen durch zeitgenössische Klangsprachen neu interpretiert werden können und welche Assoziationen, Bedeutungen und sinnlichen Wahrnehmungen dabei entstehen. Cinéma Sonore versteht sich als Raum für künstlerische Freiheit, für subtile und zugleich radikale künstlerische Setzungen sowie als Plattform für Musiker:innen der freien Szene, die jenseits kommerzieller Formate arbeiten.
Über die Künstlerin:
Naama Freedman ist eine in Hamburg lebende Künstlerin, Musikerin und Performerin, deren Arbeit die Bereiche Klang, Video und Installation umfasst. In ihren Performances verwebt sie Musik und Text, um zum Nachdenken anregende Erlebnisse zu schaffen. Sie ist die Gründerin der Konzertreihe Cinéma Sonore.
Kuration:
Theo Dietz
Technik:
Ivan Syrov
In Kooperation mit:
Gefördert durch: