Aktuell
Ausstellung
Binary Loop
Fabian Kühfuß
Eröffnung:
Freitag, 25. Juni 2021, 16:00-20:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17:00-20:00 Uhr
Samstag 11:00-17:00 Uhr
Sonntag 14:00-17:00 Uhr
Künstlergespräch:
Dr. Tobias Wall im Gespräch mit Fabian Kühfuß – hier
Über die Ausstellung:
Die Aufgaben von Maschinen in unserem Alltag sind klar definiert: Maschinen sind unsere technischen Assistenten. Fabian Kühfuß gewährt seinen Maschinenobjekten die Freiheit, nicht sinnvoll, nicht planbar, nicht profitorientiert zu sein. Er enthebt die Alltagsgegenstände ihres vorgegebenen Zwecks und gibt ihnen eine neue Daseinsberechtigung. Maschinen avancieren bei ihm so zu autonomen Performern, die einen eigenen ästhetischen Zugang zur Welt für sich beanspruchen.
Wenn aber beispielsweise der Endless Runner entspannt seine Fitnessdaten für den Künstler in das System einspeist, so führt er dieses System zugleich ad absurdum und wirft an unserer statt eine Vielzahl kritischer Fragen auf: Wo genau verlaufen die Grenzen zwischen Subjekt und Objekt, wie interagieren BLOBs – große binäre Datenobjekte – mit ihren jeweiligen Datenbanken und was passiert eigentlich mit diesen, also unseren Daten? Und viel wichtiger, was von mir lässt sich eigentlich alles outsourcen? Das Altern? Der menschliche Optimierungsdrang? Wer ist denn dann eigentlich der wahre Mensch?
About the exhibition:
The tasks of machines in our everyday business are clearly defined: machines are our technical assistants. Fabian Kühfuß grants his machine objects the freedom not to be valid, predictable, and profit-oriented. He strips everyday objects from their predetermined purpose and gives them a new raison d’être. In this way, machines advance to become autonomous performers that claim their own aesthetic access to the world.
But if, for instance the Endless Runner casually enters his fitness data for the artist into the system, it reduces this very system to absurdity at the same time. And, in our stead, raises a multitude of critical questions: where exactly are the borderlines between subject and object, how do BLOBs – big binary data objects – interact with their respective data banks, and what actually happens with these, i.e. our, data? And what’s more important: what parts of me could actually be outsourced? Ageing? The human desire to improve? So who is the real human now?
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
Aktuell
Ausstellung
Wovon wir träumen
Marla Fischinger und Johannes Ocker
Über die Ausstellung:
In der Ausstellung Wovon wir träumen zeigen ABK-Alumni Marla Fischinger und Johannes Ocker aktuelle Fotografien, Foto- und Videoinstallationen.
Über die Künstler*innen:
Marla Fischingers künstlerische Praxis setzt sich mit der menschlichen Psyche, psychologischen Prozessen und den damit verbundenen körperlichen Reaktionen auseinander und untersucht deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Strukturen. Dabei arbeitet sie autofiktiv, textbasiert und multimedial. So verwendet sie Medien wie Video, Fotografie und Zeichnung und kombiniert diese mit Text. Die lyrischen und prosaischen Texte entstehen parallel zu bildnerischen Prozessen oder werden integraler Bestandteil installativer Setzungen.
Johannes Ocker fotografiert. Sein Werk ist geprägt von einer subtilen Ironie, die seine tiefe Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im Kontext von Mensch, Tier und Zivilisation durchdringt. Ein zentrales Moment ist dabei der phänomenologische Blick auf die Natur und das Erinnerungspotential vorgefundener Orte. Gegenwärtig studiert er als Meisterschüler im Weißenhofprogramm an der ABK Stuttgart.