Aktuell
Performance
Différence
ShoShō
Mit:
ShoShō – Ichizu Hashimoto: Kalligraphie, Video
Junko Yamamoto: Shō, Klavier, Video
Oliver Sascha Frick: Elektronik, Klangregie
Toyomi Iwawaki-Riebel: Lyrik
Über die Veranstaltung:
ShoShō wurde von dem Wort „Differance“, das der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) geprägt hat, inspiriert und setzt sich auseinander mit Themen wie „Gesprochene Sprache (Parole) und geschriebene Sprache (Ecriture)“, „aktiv und passiv“, „Différence (Unterschied)“, „Gleichheit“, „Diversität“, „Verzögerung, die ein Aspekt der zeitlichen Differenzierung ist“ und „Differance„.
Das Wort „Différence“ kommt vom Verb „différer“, was sowohl „unterscheiden“ als auch „verzögern, hinauszögern, zurückhalten“ bedeutet. Das Partizip Präsens différant von différer kann zu „Différence“ nominiert werden, was „verzögern, aufschieben, für später aufheben“ bedeutet. „Differance“ entstand durch den Austausch des Buchstabens „e“ durch „a“. Das so veränderte Kunstwort Differance ist eine Nominalisierung der Form von -ance, hat also eine reflexive Nuance, die zwischen Aktiv und Passiv schwebt.
ShoShō wird die Texte der Werke zeitgenössischer japanischer Autorinnen wie Yoko Tawada, Yui Tanizaki und der in Würzburg lebenden Toyomi Iwawaki-Riebel in die Performance einfließen lassen. Die Texte werden geschrieben, kalligrafiert, in verschiedenen Formen visualisiert und als Teil von Musik gespielt. Worte erscheinen visuell und akustisch, werden perzipiert, wahrgenommen um dann wieder in ihrer Gestalt zu zerfallen und zu verschwinden.
Tusche und Töne fließen ineinander. Rhinozerosse treten ein. Der Klang aller Wörter führt in lichte Weite.
Die Performance findet statt im Rahmen des Literaturfestival Stuttgart 2023.
Eintritt:
9 Euro/5 Euro ermäßigt
In Kooperation mit:
Aktuell
Ausstellung
Wovon wir träumen
Marla Fischinger und Johannes Ocker
Über die Ausstellung:
In der Ausstellung Wovon wir träumen zeigen ABK-Alumni Marla Fischinger und Johannes Ocker aktuelle Fotografien, Foto- und Videoinstallationen.
Über die Künstler*innen:
Marla Fischingers künstlerische Praxis setzt sich mit der menschlichen Psyche, psychologischen Prozessen und den damit verbundenen körperlichen Reaktionen auseinander und untersucht deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Strukturen. Dabei arbeitet sie autofiktiv, textbasiert und multimedial. So verwendet sie Medien wie Video, Fotografie und Zeichnung und kombiniert diese mit Text. Die lyrischen und prosaischen Texte entstehen parallel zu bildnerischen Prozessen oder werden integraler Bestandteil installativer Setzungen.
Johannes Ocker fotografiert. Sein Werk ist geprägt von einer subtilen Ironie, die seine tiefe Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im Kontext von Mensch, Tier und Zivilisation durchdringt. Ein zentrales Moment ist dabei der phänomenologische Blick auf die Natur und das Erinnerungspotential vorgefundener Orte. Gegenwärtig studiert er als Meisterschüler im Weißenhofprogramm an der ABK Stuttgart.