Eröffnung:
Freitag, 28. September 2018, 20:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Bewusst nimmt Andrej Pirrwitz Veränderungen in der Architektur vor, bevor er fotografiert. Oft sind es graue Räume, die vom Künstlerfotografen ausgewählt werden. Hinzufügen, wegnehmen, umstellen, einfärben und entfärben sind die vorbereitenden Tätigkeiten. Indem er Räume reinigt, korrigiert, konzentriert, verzichtet er bewusst auf die Bestätigung des Vorgefundenen. Andrej Pirrwitz bezeichnet sich als Spurenleger, der seine Motive auf mehreren Ebenen modifiziert. Als Resultat auch der Langzeitbelichtung entstehen partielle Unschärfen in einer der Gegenwart enthobenen Lichtsituation. Manuelle Eingriffe konzentrieren sich auf wenige verdichtete Farbspuren, oder gezielte Ortsveränderungen einiger Objekte.
Seine von Gebrauch aufgeladenen Räume werden aus ihrem staubigen Dornröschenschlaf zu neuem Leben erweckt: Auf virtuose und poetische Weise erzeugt Pirrwitz eine Aura der Vergänglichkeit, die Werden und Vergehen beinhaltet. Christoph Tannert (Leiter des Künstlerhaus Bethanien) lässt uns durch Pirrwitz Bilder in „einen „wahrhaft vibrierenden Kosmos aus Licht, Farbspuren und Zeitlosigkeit“ eintreten. Pro Jahr entstehen maximal 15 Farbaufnahmen mit einer 4x5inch-Kamera von Linhoff. Für seine Motive ist der Künstlerfotograf wiederholt in die Ukraine, den Balkan und nach Georgien gereist. Andrej Pirrwitz lebt in Straßburg und Berlin.
Kuration:
Bettina Michel
In Kooperation mit:
Aktuell
Ausstellung
Readymades
Shirley Cho
Eröffnung
06. März 2026, 19 Uhr
Über die Ausstellung:
It was still a little dark as a light summer wind blew through the quiet construction site. In the twilight the readymades stirred themselves awake. Some were lying down, some standing, some hanging and some leaning. From their positions they greeted each other with a friendly “goodmorning”. Each of them took their time to stretch and move around a little. Today would be another long day. Soon the sun would rise over and the stillness would be disrupted by the first workers arriving on site. The readymades returned to their positions and prepared themselves. They were one less than yesterday. One of them had been taken – quietly observed, picked up by curiosity, wrapped in a piece of cloth and carried away. Perhaps another one of them would be taken today. Trying to look their best, each readymade secretly hoped it would be them. That today would be the day that she would notice them.
Shirley Cho
Über die Künstlerin:
Shirley Cho ist eine australisch-koreanische interdisziplinäre Künstlerin, die in Australien, Japan und Deutschland studiert hat und seit 2013 in Stuttgart lebt.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Bildhauerei sowie Schmuck- und Objektdesign. In ihren Installationen erforscht sie die Beziehung zwischen Objekten und deren Zusammenspiel mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten. Materialspezifische Eigenschaften und die daraus entstehenden Prozesse spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Arbeiten sind oft ortsbezogen und treten in Dialog mit Architektur und Natur.