Aktuell
Konzert
Cinéma Sonore
Naama Freedman
Termine:
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation mit Naama Freedman und Gästen
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Programm:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore erweckt gefeierte Werke der Stummfilmära in Verbindung mit experimentellen Live-Performances zum Leben und interpretiert frühe visuelle Erzählungen durch zeitgenössische Klangsprachen neu, um neue Bedeutungen und Assoziationen zu entdecken.
Freitag, 24. April, 20 Uhr
The Seashell and the Clergyman
(1928, Regie: Germaine Dulac)
Mit Live-Musik von Naama Freedman
Besessen von der Frau eines Generals hat ein Geistlicher seltsame Visionen von Lust und Tod und kämpft gegen sein eigenes Verlangen an.
Noch vor den einflussreichen Werken von Salvador Dalí und Luis Buñuel schafft Germaine Dulac ein beispielloses Kunstwerk, das von vielen als der erste surrealistische Film angesehen wird. Verzerrte Bilder, bizarre sich wiederholende Muster, alles gesehen durch eine Linse, die die Realität zerschmettert und zerbrochene Fragmente mit fantastischen Halluzinationen vermischt.
Der Film wird von einer kurzen Einführung begleitet.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Samstag, 25. April, 20 Uhr
Live-Improvisation
mit Naama Freedman und Gästen
Der Samstagabend ist als kollaboratives Konzertformat angelegt: Naama Freedman entwickelt gemeinsam mit eingeladenen lokalen Musiker*innen eine improvisierte Performance im Zusammenspiel mit filmischem Material.
Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 5–10 €).
Sonntag, 26. April, 12–15:00 Uhr
Performing with Words
Workshop mit Naama Freedman
Unter der Anleitung von Naama Freedman lernen wir in diesem Workshop, unsere Stimme bewusst einzusetzen und Sicherheit im Auftreten vor anderen zu gewinnen. Ob beim Lesen eines Gedichts, beim Rezitieren eines Textes oder beim Singen eines Liedes – es geht nicht um eine „schöne Stimme“, sondern darum, die eigenen Worte zu meinen. Durch gemeinsame und individuelle Übungen erkunden wir neue Möglichkeiten des Ausdrucks.
Naama Freedman ist Künstlerin, Sängerin und Musikerin und verfügt über 20 Jahre Bühnenerfahrung weltweit – von Cabaret-Shows über Performancekunst und Lesungen bis hin zu Musicals.
Zur Teilnahme am Workshop bitten wir um vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@kunstraum34.de.
Über die Veranstaltunsgreihe:
Die Konzertreihe Cinéma Sonore versteht sich als lebendige Plattform für experimentelle Klangkunst, die die Ausdrucksmöglichkeiten von Musik und Film auf innovative Weise miteinander verschränkt, indem sie experimentelle Musikperformances als Live-Scores zu Meisterwerken des Stummfilms präsentiert. Bedeutende filmische Werke werden in einen neuen Kontext gesetzt – das Ergebnis ist keine nostalgische Rekonstruktion, sondern eine hybride, medienübergreifende Kunsterfahrung, die historische Filmkunst mit aktueller musikalischer Praxis verbindet.
Cinéma Sonore lädt das Publikum zu einer meditativen audiovisuellen Erfahrung ein: Die Besucher*innen können selbst entscheiden, ob sie ihre Aufmerksamkeit auf den Film, die Musik oder beides richten – oder die Augen schließen und sich ganz der inneren Wahrnehmung überlassen.
Die Veranstaltungsreihe untersucht, wie frühe visuelle Erzählformen durch zeitgenössische Klangsprachen neu interpretiert werden können und welche Assoziationen, Bedeutungen und sinnlichen Wahrnehmungen dabei entstehen. Cinéma Sonore versteht sich als Raum für künstlerische Freiheit, für subtile und zugleich radikale künstlerische Setzungen sowie als Plattform für Musiker:innen der freien Szene, die jenseits kommerzieller Formate arbeiten.
Über die Künstlerin:
Naama Freedman ist eine in Hamburg lebende Künstlerin, Musikerin und Performerin, deren Arbeit die Bereiche Klang, Video und Installation umfasst. In ihren Performances verwebt sie Musik und Text, um zum Nachdenken anregende Erlebnisse zu schaffen. Sie ist die Gründerin der Konzertreihe Cinéma Sonore.
Kuration:
Theo Dietz
Technik:
Ivan Syrov
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
Aktuell
Ausstellung
Wovon wir träumen
Marla Fischinger und Johannes Ocker
Termine:
Eröffnung:
Freitag, 26. Juni 2026, 19 Uhr
Finissage mit cozyclub:
Sonntag, 26. Juli 2026
Über die Ausstellung:
Der Begriff des Träumens lässt sich unterschiedlich ausrichten: vom nächtlichen Träumen im Schlaf über das Träumen im Sinne von Erinnern, Schwelgen, Reflektieren und Nachfühlen bis hin zu einem hoffnungsvollen, visionären Blick in die Zukunft. Immer setzt Träumen dem Ist-Zustand etwas entgegen und eröffnet Momente innerer Distanz, Verschiebung und Imagination. In Zeiten persönlicher wie globaler Krisen erscheinen solche Zustände als fragile, aber notwendige Räume, um sich zu stabilisieren, zu verorten und Zusammenhänge neu zu denken.
In der Ausstellung Wovon wir träumen nähern sich Marla Fischinger und Johannes Ocker in Foto- und Videoinstallationen sowie Cyanotypien unterschiedlichen Facetten des Träumens. Die Arbeiten bewegen sich dabei zwischen landschaftlichen, (nicht-)körperlichen und emotionalen Bildräumen und eröffnen Perspektiven auf verschiedene Zustände von Wahrnehmung, Erinnerung und Vorstellungskraft.
Über die Künstler*innen:
Marla Fischinger ist visuelle Künstlerin mit einer textbasierten Praxis.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stehen Fragen zu Zuständen emotionaler Fragilität und psychischer Instabilität sowie deren Wechselwirkungen mit Körper und zwischenmenschlichen Beziehungen. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen entstehen Arbeiten, die sich zwischen autofiktionaler Reflexion, wissenschaftlichen Referenzen und Inszenierung bewegen und in denen sich innere Zustände bildlich, sprachlich und räumlich manifestieren.
Sie arbeitet mit Text in Verbindung mit Medien wie Fotografie, Video und Zeichnung; lyrische und prosaische Texte sind dabei integraler Bestandteil installativer Setzungen. Sie studierte bis 2024 an der ABK Stuttgart bei Prof. Birgit Brenner, Prof. Reto Boller, Anike Joyce Sadiq und Flaka Haliti
Johannes Ocker fotografiert. Sein Werk ist geprägt von einer subtilen Ironie, die seine tiefe Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im Kontext von Mensch, Tier und Zivilisation durchdringt. Ein zentrales Moment ist dabei der phänomenologische Blick auf die Natur und das Erinnerungspotential vorgefundener Orte. Gegenwärtig studiert er als Meisterschüler im Weißenhofprogramm an der ABK Stuttgart.
Über cozyclub:
Begleitend zur Ausstellung und als Teil des Vermittlungsprogramms wird zur Finissage am 26.07.2026 ein cozyclub veranstaltet.
cozyclub ist eine von Marla Fischinger initiierte Veranstaltungsreihe mit Fokus auf elektronischer (Live-)Musik, die der zunehmend schnelllebigen und konsumorientierten Clubkultur bewusst etwas entgegensetzt. Der Begriff der Listening Session sowie der Coziness ist dabei zentral für die räumliche und akustische Gestaltung. Ein Wohlfühlort, in dem man sich frei bewegen darf, an dem es kuschelig wird und die Verbindung zwischen Publikum und Musik im Vordergrund steht. Ziel ist es dabei, die Hörerfahrung an erste Stelle zu setzen.
Für die zweite Ausgabe des cozyclub wird Marla Fischinger Positionen einladen, sich mit ihrer Videoarbeit Durst akustisch auseinanderzusetzen.