Über die Veranstaltung:
Eine Kooperation zwischen Kunstraum 34 & STUDIO NEUE MUSIK / CAMPUS GEGENWART (HMDK Stuttgart)
Mit dem Kunstraum 34 (Atelierhaus Filderstraße 34, e.V.) in der Stuttgarter Filderstraße 34 startet das STUDIO NEUE MUSIK / CAMPUS GEGENWART (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart) die Kooperation Studio34, die Studierenden mehrmals im Jahr die Möglichkeit eigenständig konzipierter und organisierter Konzerte, Installationen oder Performances bietet.
Diese neue Kooperation bietet erstmals Studierenden mit Schwerpunkt Neue Musik die Möglichkeit, eigenständig Konzerte / Installationen / Performances in den attraktiven, seit Jahrzehnten gut in der Szene eingeführten Gewölbekellern auf die Beine zu stellen.
Programm
13.-15. Mai 2022
REALITÄTEN – ein Festival partizipativer Performance-Kunst
Annika Möller (MA Neue Musik Cello) & Freund*innen
Freitag, 13. Mai 2022, 17:00-21:00 Uhr
“SCHLAMM“
Samstag, 14. Mai 2022
14:00-15:00 Uhr “Watermelon”
18:00-20:00 Uhr “Archive of the Future“
Sonntag, 15. Mai 2022
ab 14h “Post-Its” & “Pomegranate“
Wir sprechen eine offene Einladung aus, Teil dieses Festivals für partizipative Performancekunst zu sein: Das Kollektiv hat fünf Fragmente der eigenen Lebensrealitäten genommen und macht sie erfahrbar für das Publikum. Dabei wird klar, dass das Ich immer Teil einer Gruppe ist, die sich ständig wandelt. Beziehungsweise, dass das Ich Teil vieler verschiedenen Gruppen ist und sich die eigene Lebensrealität aus ihnen kaleidoskopartig zusammenfügt. An drei Tagen und Nächten entsteht eine Möglichkeit für das Publikum, diese Teilhabe sowohl aktiv als auch passiv zu erproben.
20.-22. Mai 2022
UPGRADE
Musik-Duo Shape of Mustard: Eveline Vervliet & Philipp Christoph Mayer
Freitag, 20. Mai 2022, 17:00-20:00 Uhr &
Samstag, 21. Mai 2022, 11:00-17:00 Uhr Ausstellung/Klanginstallation
Sonntag, 22. Mai 2022, 19:00 Uhr
Live Performance (elektronische Improvisation mit Publikums-Interaktion)
In Upgrade experimentiert das Duo Shape of Mustard mit der Übertragung von Mechaniken, die man von (Computer-)Spielen und sogenannten Spielbüchern kennt, auf den Kontext der experimentellen Musik. Das Publikum ist eingeladen, zu entdecken und die Kontrolle zu übernehme.
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
Aktuell
Ausstellung
Synchronized Collapse
Wagehe Raufi und Martin Dörr
Eröffnung:
Freitag, 9. Januar 2026, 19:00 Uhr
Artist Talk:
Freitag, 16. Januar 2026, 18:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Die Tasche des Janitors (dt. Hauswart*in), gefüllt mit Schlüsseln, Werkzeugen und Überresten bevorstehender und vergangener Reparaturen, wird zum Ausgangspunkt einer multimedialen Installation über Ordnung, Kontrolle und die Arbeit an Systemen, die nur scheinbar stabil sind. Martin Dörr und Wagehe Raufi untersuchen den Tascheninhalt als chaotisches Archiv. Metallstücke, Kabelreste, Gefundenes und Verlorenes erzeugen Klang und Reibung; die materielle Collage wird im Analogen und in der digitalen Simulation zum klirrenden Erzählenden. Durch Greifbewegungen lösen die Künstler*innen Kettenreaktionen aus, in denen Objekte kippen, Dinge entgleiten, aus der Tasche fallen und fragile Gleichgewichte kollabieren. „Synchronized Collapse“ macht die Dinge zu Akteur*innen einer choreografierten Störung und zeigt den Janitor als Hüter*in eines empfindlichen Systems.
Martin Dörr arbeitet als Künstler und System-/Game-Designer in Berlin und untersucht kollektive Verhaltensweisen sowie die Dynamik komplexer, mehr-als-menschlicher Systeme. Wagehe Raufi erforscht die Schnittstelle zwischen materieller Präsenz und digitaler Fragilität und lässt virtuelle Räume mit Archivspuren, Bildern, Texturen und physischen Setzungen verschmelzen. Gemeinsam entwickeln sie ein Labor der innewohnenden Instabilität und Störung, die Räume und Systeme funktionsfähig halten.
Über die Künstler*innen:
Martin Dörr (1990, Pirmasens) ist ein in Berlin lebender Künstler und System/Game Designer. Er hat ein Diplom in Bildender Kunst von der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und einen M.A. in System/Game Design von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. 2018/19 studierte er mit einem DDA-Stipendium an der Central Academy of Fine Arts in Peking. Seine künstlerische Arbeit wurde international ausgestellt; seine praktische und theoretische Forschung wurde u. a. durch das Deutschlandstipendium, den Marielies-Schleicher-Preis und die Stiftung Kunstfonds gefördert. Seit 2015 ist Dörr Mitglied von Blockadia*Tiefsee, einem interdisziplinären Kollektiv, das technologische und ökologische Transformationsprozesse durch künstlerische Forschung und partizipative Formate untersucht.
Wagehe Raufi (1990, Dissen am Teutoburger Wald) ist bildende Künstlerin und war zuletzt Stipendiatin der Hessischen Kulturstiftung in der Cité internationale des Arts in Paris. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundespreis für Kunststudierende (2021), einem DAAD-Stipendium für ein Auslandssemester an der Central Academy of Fine Arts in Peking (2018) sowie dem SYN Award für interdisziplinäre Forschung (2017), der mit einer Residenz in den Meisterhäusern des Bauhauses in Dessau verbunden war. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt u. a. in der Kunsthalle zu Kiel (2025), im Kunstverein Arnsberg (2024), im Historischen Museum Frankfurt (2024) und in der Bundeskunsthalle Bonn (2021).
Kuration:
Eva Dörr und Juli Gebhardt
In Kooperation mit:
Gefördert durch: