Aktuell
Performance
Paarungszeit
Cindy Cordt und Alexandra Mahnke
Programm:
Mittwoch, 5. April, 15:00-17:00 Uhr
Knistern: offenes Atelier
Donnerstag, 6. April, 19:00 Uhr
Performance/Präsentation
Über die Veranstaltung:
In der Veranstaltungsreihe Paarungszeit treffen sich zwei Künstler*innen zur Recherche und gemeinsamen Konzeption im Kunstraum 34. Das Zusammentreffen zweier Körper findet hauptsächlich vor Ort statt und lässt größtmögliche Freiheiten und Offenheit für Entwicklungen im Raum.
Über die Künstlerinnen:
Alexandra Mahnke ist Tänzerin, Choreografin und Performerin. Ihre Tanzausbildung absolvierte sie an der Folkwang-Hochschule in Essen mit anschließendem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Sie choreografiert für Theater und Oper und entwickelt ihre eigenen Produktionen. Ihr Fokus innerhalb der Tanz- und Theaterszene Deutschlands liegt auf zeitgenössischem und experimentellem Tanz, Tanztheater sowie Cross Media Performance und Improvisation. Ihr Arbeitsschwerpunkt sind interdisziplinäre Projekte.
Cindy Cordt ist Performancekünstlerin, sie studierte in Weimar und Leipzig und lehrte an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart. Als Akteurin ist sie sensibel für die Anspannung der Betrachter*innen. Sie provoziert nahezu den Wunsch in ihre Performances einzugreifen, so entsteht eine Verbindung mit der Zuschauer*in, welche dann Teil eines gerade entstehenden Kunstwerkes wird und so zeigt sich, dass wir alle Teil eines sozialen Organismus sind und Handeln eine Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe darstellt.
Aktuell
Ausstellung
Synchronized Collapse
Wagehe Raufi und Martin Dörr
Eröffnung:
Freitag, 9. Januar 2026, 19:00 Uhr
Artist Talk:
Freitag, 16. Januar 2026, 18:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Die Tasche des Janitors (dt. Hauswart*in), gefüllt mit Schlüsseln, Werkzeugen und Überresten bevorstehender und vergangener Reparaturen, wird zum Ausgangspunkt einer multimedialen Installation über Ordnung, Kontrolle und die Arbeit an Systemen, die nur scheinbar stabil sind. Martin Dörr und Wagehe Raufi untersuchen den Tascheninhalt als chaotisches Archiv. Metallstücke, Kabelreste, Gefundenes und Verlorenes erzeugen Klang und Reibung; die materielle Collage wird im Analogen und in der digitalen Simulation zum klirrenden Erzählenden. Durch Greifbewegungen lösen die Künstler*innen Kettenreaktionen aus, in denen Objekte kippen, Dinge entgleiten, aus der Tasche fallen und fragile Gleichgewichte kollabieren. „Synchronized Collapse“ macht die Dinge zu Akteur*innen einer choreografierten Störung und zeigt den Janitor als Hüter*in eines empfindlichen Systems.
Martin Dörr arbeitet als Künstler und System-/Game-Designer in Berlin und untersucht kollektive Verhaltensweisen sowie die Dynamik komplexer, mehr-als-menschlicher Systeme. Wagehe Raufi erforscht die Schnittstelle zwischen materieller Präsenz und digitaler Fragilität und lässt virtuelle Räume mit Archivspuren, Bildern, Texturen und physischen Setzungen verschmelzen. Gemeinsam entwickeln sie ein Labor der innewohnenden Instabilität und Störung, die Räume und Systeme funktionsfähig halten.
Über die Künstler*innen:
Martin Dörr (1990, Pirmasens) ist ein in Berlin lebender Künstler und System/Game Designer. Er hat ein Diplom in Bildender Kunst von der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und einen M.A. in System/Game Design von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. 2018/19 studierte er mit einem DDA-Stipendium an der Central Academy of Fine Arts in Peking. Seine künstlerische Arbeit wurde international ausgestellt; seine praktische und theoretische Forschung wurde u. a. durch das Deutschlandstipendium, den Marielies-Schleicher-Preis und die Stiftung Kunstfonds gefördert. Seit 2015 ist Dörr Mitglied von Blockadia*Tiefsee, einem interdisziplinären Kollektiv, das technologische und ökologische Transformationsprozesse durch künstlerische Forschung und partizipative Formate untersucht.
Wagehe Raufi (1990, Dissen am Teutoburger Wald) ist bildende Künstlerin und war zuletzt Stipendiatin der Hessischen Kulturstiftung in der Cité internationale des Arts in Paris. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundespreis für Kunststudierende (2021), einem DAAD-Stipendium für ein Auslandssemester an der Central Academy of Fine Arts in Peking (2018) sowie dem SYN Award für interdisziplinäre Forschung (2017), der mit einer Residenz in den Meisterhäusern des Bauhauses in Dessau verbunden war. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt u. a. in der Kunsthalle zu Kiel (2025), im Kunstverein Arnsberg (2024), im Historischen Museum Frankfurt (2024) und in der Bundeskunsthalle Bonn (2021).
Kuration:
Eva Dörr und Juli Gebhardt
In Kooperation mit:
Gefördert durch: