Aufführungen:
8. September 2022, 20:00 Uhr
9. September 2022, 20:00 Uhr
10. September 2022, 17:00 Uhr + 20:00 Uhr
11. September 2022, 15:00 Uhr
Über die Veranstaltung:
Inspiriert von der mythologischen Seherin, deren Prophezeiungen zwar zutreffen, aber unbeachtet bleiben, befasst sich Kassandra mit aktuellen Themen wie Gendergerechtigkeit und bewusster Ignoranz gegenüber drohenden Katastrophen.
Bildende Kunst, Installation, Ritual, Musik, Gesang und Performance verschränken sich zu einer interdisziplinären Performance.
Im Zentrum des Stücks stehen Körper und Stimme einer Frau, ihre konkrete Präsenz und die auf sie gerichteten Projektionen. Objekte, Kostüme und Bühnen-Installation sind mit den Performerinnen verbunden und dienen als körpergesteuerte Klangquellen, welche die Stimmen in der dunklen Leere begleiten und jede ihrer Bewegungen auf vielfältige Weise wahrnehmbar machen.
Die Ambivalenz der Titelfigur materialisiert sich symbolisch in der Verwendung von Porzellan – ein kostbares, zerbrechliches, aber zugleich widerstandsfähiges Material, das mit seinem reichen Klangpotential in einen Dialog mit der menschlichen Stimme tritt.
Die drei Komponistinnen (Huihui Cheng, Anna Korsun und Katharina Roth) bringen ihre unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in der Arbeit mit Stimme, Raum, Objekten und Elektronik in das Projekt ein und ermöglichen so drei verschiedene Perspektiven auf die vielschichtige Persönlichkeit von Kassandra.
Besetzung:
Komposition: Huihui Cheng, Anna Korsun, Katharina Roth
Sopran/Performance: Julia Hagenmüller
Mezzo/Performance: Lena Spohn
Regie/Ausstattung/Kostüm/Skulptur: Kapitolina Tcvetkova
Text/Produktionsleitung/Live Electronics: Kassandra Collective
Eintritt:
15 Euro/10 Euro ermäßigt
Tickets:
Gefördert durch:
Aktuell
Ausstellung
Readymades
Shirley Cho
Eröffnung
06. März 2026, 19 Uhr
Über die Ausstellung:
It was still a little dark as a light summer wind blew through the quiet construction site. In the twilight the readymades stirred themselves awake. Some were lying down, some standing, some hanging and some leaning. From their positions they greeted each other with a friendly “goodmorning”. Each of them took their time to stretch and move around a little. Today would be another long day. Soon the sun would rise over and the stillness would be disrupted by the first workers arriving on site. The readymades returned to their positions and prepared themselves. They were one less than yesterday. One of them had been taken – quietly observed, picked up by curiosity, wrapped in a piece of cloth and carried away. Perhaps another one of them would be taken today. Trying to look their best, each readymade secretly hoped it would be them. That today would be the day that she would notice them.
Shirley Cho
Über die Künstlerin:
Shirley Cho ist eine australisch-koreanische interdisziplinäre Künstlerin, die in Australien, Japan und Deutschland studiert hat und seit 2013 in Stuttgart lebt.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Bildhauerei sowie Schmuck- und Objektdesign. In ihren Installationen erforscht sie die Beziehung zwischen Objekten und deren Zusammenspiel mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten. Materialspezifische Eigenschaften und die daraus entstehenden Prozesse spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Arbeiten sind oft ortsbezogen und treten in Dialog mit Architektur und Natur.