Eröffnung:
Freitag, 19. Mai 2023, 19:00 Uhr
mit Performance von Rich$Calm
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17::00–20:00 Uhr
Samstag und Sonntag 14:00-17:00 Uhr
Finissage:
Sonntag, 18. Juni 2023, 18:00 Uhr
mit Performance von Horse with no Name
Über die Ausstellung:
Der Künstler und Musiker Andy Dobler präsentiert in der Ausstellung Interlude seine bildhauerischen Arbeiten im Dialog mit seinen musikalischen Projekten. Sein aktueller Arbeitszyklus zeigt raumgreifende, teils abstrahierte und defragmentierte Tierdarstellungen, die mythologische und archetypische Bildwelten eröffnen. Dobler bezieht sich dabei auf dualistische Theorien aus Schöpfungsmythen, Mythologien aber auch Naturwissenschaften. Werden und Vergehen, Erlebtes und Unerlebtes, Materie und Geist, Mensch und Natur, Moral und Trieb sowie Geschlechtlichkeit sind wiederkehrende Motive seiner Arbeiten. Er greift insbesondere die Spannungsverhältnisse oder die vermeintlichen Unvereinbarkeiten, die diesen dualistischen Prinzipien innewohnen auf. Zentrale Motive seiner neuen Arbeiten sind Pferde und Spinnen. Dobler versteht das Pferd als Symbol für Bewegung, Emotionen und Fluchtinstinkt und die Spinne als Archetyp der schöpferischen und vernichtenden Kräfte der Natur. Sein Interesse für ein kollektives Unbewusstsein und die Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster wird in den symbolischen und archetypischen Motiven seiner Skulpturen deutlich. Dabei versteht er seine Arbeiten auch als Gedankengebäude und Übersetzung von Teilen der Architektur des Geistes. Dies spiegelt sich auch in der Materialität seiner Arbeiten wider. Dobler nutzt bevorzugt Baumaterialen wie Polystyrolplatten, Beton, Stahl, Holz und Gips, die teils hinter den trügerisch glatten und verfremdeten Oberflächen seiner Skulpturen verschwinden, aber teils auch sichtbar bleiben.
Als Teil seiner künstlerischen Praxis ist Andy Dobler auch Musiker und spielt aktiv in verschiedenen Bands. So bezieht sich der Titel der Ausstellung einerseits auf den Song Interlude des Duos Rich$Calm, andererseits auf das gleichnamige Format des musikalischen Zwischenspiels. Die Musik ist in Doblers Werk in diesem Sinne nicht nur Zwischenspiel, sondern vielmehr ein zentrales, verbindendes Element seines Schaffens. Neben der Verflechtung von Skulpturen und Musikstücken als Videos im Raum, finden während der Dauer der Ausstellung zwei Auftritte mit Rich$Calm und Horse with no Name statt, bei denen Andy Dobler musikalisch mitwirkt.
Performer*innen:
Rich$Calm
Elektronischer Dark Pop mit 80s-Dark-Wave-Einflüssen in der Besetzung mit Niklas Menschik und Andy Dobler
Horse with no Name
Experimentelle, elektronische und analoge Musiker- und Instrumentenkombination in unbekannter Besetzung und Hierarchie
Kuration:
Juli Gebhardt
Gefördert durch:
Aktuell
Konzert
shindig #7
Grand Piano
Über die Veranstaltung:
Shindig Nr. 7!! Diesmal: Grand Piano, am 18. April im Kunstraum 34 in Stuttgart, 21 Uhr!
Die Pianistin Mai Kawano wird „Mass“, „Concerts“ und „I See“ von Yuri Umemoto sowie „Lucid“ von Ben Nobuto und „djytb: Tutorial No. 1“ von Lukas Beyer aufführen – allesamt Kompositionen für Klavier und Fixed Media. Nach dem Konzert werden Yuri Umemoto, Mai Kawano und Lukas Beyer gemeinsam ein DJ-Set spielen.
Eintritt auf Spendenbasis.
shindig ist eine von Lukas Beyer und Weiny Fitui initiierte Konzertreihe für zeitgenössische experimentelle Musik.
Über die Musiker*innen:
Yuri Umemoto (geb. 2002) ist ein in Tokio geborener Komponist. Seine Musik entsteht durch Notation, Aufnahme und Bearbeitung, wobei er häufig aufgezeichnete Stimmen und Lieder einbezieht. Er schafft Werke, die von Bühnenaufführungen bis hin zu Aufnahmen reichen. Seine Praxis umfasst klassische und zeitgenössische Musik/Kunst sowie die Club-, Experimental-, Ambient- und Popmusikszene. Umemoto ist derzeit Artist in Residence bei @akademiesolitude.
Mai Kawano (geb. 2002) ist eine in Frankfurt lebende Pianistin. Mit einem Hintergrund in der klassischen Musik arbeitet sie mit Komponisten ihrer Generation zusammen und bringt neue Werke zur Uraufführung. In ihren Arrangements interpretiert sie bestehendes Material neu und erforscht durch eine ausgeprägte Sensibilität für instrumentale Ansätze Erinnerung und Erzählung.
Ben Nobuto (geb. 1996) ist ein britisch-japanischer Komponist, Pianist und Produzent, der in London lebt. Mit einem Stil, der als „äußerst zeitgenössisch“ (Manchester Collective) und „klanglich umwerfend“ (RPS Awards) beschrieben wird, beschäftigt sich seine Musik mit Themen wie Aufmerksamkeit und Fragmentierung, wobei er auf spielerische, ironische und surreale Weise Anleihen bei der Internetkultur und populären Ausdrucksformen nimmt. Er kombiniert häufig akustische und elektronische Klänge und interessiert sich dafür, wie Prozesse des einen auf das andere übertragen werden können, sowie für die Beziehung zwischen dem „Menschlichen“ und dem „Nicht-Menschlichen“ im Kontext einer Live-Performance.
Lukas Beyer (geb. 1997) ist djytb, djytb ist ____________. Zum Beispiel hat er ein IKEA-Regal in ein Soundsystem umgebaut (Kallax Soundsystem, 2022), einen musikalischen Kurzfilm gedreht (Official Music Video, 2025) und versteht Konzerte als performative Setzungen. Seine Musik wurde von In Unison (Brüssel) und 76666 (Karlsruhe) veröffentlicht.