Aktuell
Hörstück
Es liegen keine weiteren Nachrichten für Sie vor
Bernd Schmitt und Annette Wolf
Aufführungen:
Freitag, 22. Juli 2022, 19:00 Uhr, 20:00 Uhr, 21:00 Uhr
Samstag, 23. Juli 2022, 19:00 Uhr, 20:00 Uhr, 21:00 Uhr
Sonntag, 24. Juli 2022, 19:00 Uhr, 20:00 Uhr, 21:00 Uhr
jeweils 40 Min.
Anmeldung unter https://pretix.eu/kunstraum34/2022-trips-3/ erwünscht. Kurzentschlossene sind auch willkommen!
Über die Veranstaltung:
Die Maschinen haben sprechen gelernt. Wir sind zunehmend umgeben von Computern, die scheinbar mit uns reden, deren Ansagen wir vertrauen, deren Aufforderungen wir befolgen. Das Hörstück „Es liegen keine weiteren Nachrichten für Sie vor“ beschäftigt sich mit der Frage, was mit unserer Kommunikation passiert, wenn wir, bevor wir mit einem realen Menschen sprechen können, uns durch die Torwächterarmee der Anrufbeantworter und Sprachcomputer arbeiten müssen und was das für die Beziehung zu unserem Nebenmenschen bedeutet.
Zentrum des Hörstückes sind die Aufzeichnungen der Spekulationen Mannis auf der Mailbox eines anonymen Freundes über die Auswirkungen seiner Nachrichten an Gerdi auf deren Mailbox: Sie erzählen uns über eine komplexe Klangpartitur die Geschichte einer vergeblichen Annäherung und der vermeintlichen Ablehnung allein rekonstruiert aus Mitschnitten von Mannis Botschaften, die sich im Laufe des Stückes aber mehr und mehr verselbstständigen.
Das 40-minütige Hörstück wird jede*r Besucher*in isoliert per Kopfhörer verfolgen, während eines Ganges durch die Räumlichkeiten des Kunstraumes, in denen großformatige Fotodrucke von Annette Wolf hängen und ein von ihr animierter Film läuft.
Annette Wolf und Bernd Schmitt arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen vor allem im Bereich Oper. Sie haben als Bühnen- und Kostümbildnerin bzw. als Regisseur u.a. die Inszenierungen von Hindemiths „Neues vom Tage“, Strauß’ „Fledermaus“, Mozarts „Die Zauberflöte“, Lortzings „Zar und Zimmermann“ auf die Bühne gebracht, sowie fünf zeitgenössische Musiktheaterwerke unter dem Titel „Die drei Tode des Narziss“.
Annette Wolf ist Bühnen-und Kostümbildnerin an unterschiedlichen Theatern Deutschlands, im Bereich Sprechtheater und Musiktheater.
Bernd Schmitt ist Opernregisseur und Autor. Er hat etwa 70 Opern inszeniert, darunter zahlreiche Uraufführungen zu denen er oft auch das Libretto verfasste. Kurzprosa erschien in seinem Band „Lückentexte“. „Es liegen keine weiteren Nachrichten für Sie vor.“ ist nach „Hebels Hörkalender“ und „Aus.Reise“ sein drittes Hörstück.
Aktuell
Konzert
shindig #7
Grand Piano
Über die Veranstaltung:
Shindig Nr. 7!! Diesmal: Grand Piano, am 18. April im Kunstraum 34 in Stuttgart, 21 Uhr!
Die Pianistin Mai Kawano wird „Mass“, „Concerts“ und „I See“ von Yuri Umemoto sowie „Lucid“ von Ben Nobuto und „djytb: Tutorial No. 1“ von Lukas Beyer aufführen – allesamt Kompositionen für Klavier und Fixed Media. Nach dem Konzert werden Yuri Umemoto, Mai Kawano und Lukas Beyer gemeinsam ein DJ-Set spielen.
Eintritt auf Spendenbasis.
shindig ist eine von Lukas Beyer und Weiny Fitui initiierte Konzertreihe für zeitgenössische experimentelle Musik.
Über die Musiker*innen:
Yuri Umemoto (geb. 2002) ist ein in Tokio geborener Komponist. Seine Musik entsteht durch Notation, Aufnahme und Bearbeitung, wobei er häufig aufgezeichnete Stimmen und Lieder einbezieht. Er schafft Werke, die von Bühnenaufführungen bis hin zu Aufnahmen reichen. Seine Praxis umfasst klassische und zeitgenössische Musik/Kunst sowie die Club-, Experimental-, Ambient- und Popmusikszene. Umemoto ist derzeit Artist in Residence bei @akademiesolitude.
Mai Kawano (geb. 2002) ist eine in Frankfurt lebende Pianistin. Mit einem Hintergrund in der klassischen Musik arbeitet sie mit Komponisten ihrer Generation zusammen und bringt neue Werke zur Uraufführung. In ihren Arrangements interpretiert sie bestehendes Material neu und erforscht durch eine ausgeprägte Sensibilität für instrumentale Ansätze Erinnerung und Erzählung.
Ben Nobuto (geb. 1996) ist ein britisch-japanischer Komponist, Pianist und Produzent, der in London lebt. Mit einem Stil, der als „äußerst zeitgenössisch“ (Manchester Collective) und „klanglich umwerfend“ (RPS Awards) beschrieben wird, beschäftigt sich seine Musik mit Themen wie Aufmerksamkeit und Fragmentierung, wobei er auf spielerische, ironische und surreale Weise Anleihen bei der Internetkultur und populären Ausdrucksformen nimmt. Er kombiniert häufig akustische und elektronische Klänge und interessiert sich dafür, wie Prozesse des einen auf das andere übertragen werden können, sowie für die Beziehung zwischen dem „Menschlichen“ und dem „Nicht-Menschlichen“ im Kontext einer Live-Performance.
Lukas Beyer (geb. 1997) ist djytb, djytb ist ____________. Zum Beispiel hat er ein IKEA-Regal in ein Soundsystem umgebaut (Kallax Soundsystem, 2022), einen musikalischen Kurzfilm gedreht (Official Music Video, 2025) und versteht Konzerte als performative Setzungen. Seine Musik wurde von In Unison (Brüssel) und 76666 (Karlsruhe) veröffentlicht.