Aktuell
Ausstellung
I will survive
Emil Walde und Helen Weber
Eröffnung:
Freitag, 22. Oktober 2021, 19:00 Uhr
mit Barbecue im Garten
Wanderung:
Mittwoch, 17. November 2021, 18:00 Uhr
Treffpunkt am Eingang des K34
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17:00-20:00 Uhr
Samstag 11:00-17:00 Uhr
Sonntag 14:00-17:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Du sagst: es zählt ein andrer Geist auf ihn …
Erklär mir nichts. Ich seh den Salamander durch jedes Feuer gehen.
Kein Schauer jaht ihn, und es schmerzt ihn nichts.
– aus Ingeborg Bachmann, Erklär mir, Liebe (1956)
Die ursprünglich aus den USA stammende Survival und Prepping Kultur steht aus ihrer Sicht für eine Vorbereitung auf das Überleben in einer Notsituation. Internationale Krisen, Extremwetterlagen, Terroranschläge und nicht zuletzt die Corona-Pandemie haben zu einer erneuten Hochkonjunktur mit ihrer Beschäftigung geführt.
In der Ausstellung I will survive nähern sich Emil Walde und Helen Weber dem Survival als einem Phänomen. Wer überlebt hier wen, was, und wie eigentlich? Survival meint nicht nur das Überleben, sondern versammelt diverse Herangehensweisen und Überlebenstechniken. Man eignet sich diese Techniken an, geht von Szenarien aus, trifft Entscheidungen, folgt Fantasien, verkörpert Figuren.
Der Einzelkämpfer bleibt bei sich, dem eigenen Überleben, dem einzelnen Körper. Er stellt für sein Überleben den optimalen Raum her, isoliert von jeder potenziellen äußeren Gefahr. Eigentlich kann man es ja kaum erwarten — die Katastrophe. Bis dahin übt der Survivor sich in seiner Meisterschaft: dem Handwerk des Überlebens.
Im Kunstraum 34 wird über architektonische und performative Herangehensweisen eine Szenerie hergestellt, die versucht, das Phänomen des Preppens über einzelne Aspekte zu begreifen. In Isolation hinter schalldichten Mauern oder im Wald der Natur ausgesetzt — jede Herangehensweise bedarf unterschiedlicher Vorbereitungen, auf die sich Helen Weber und Emil Walde mit ihrer Arbeit beziehen.
Kuration:
Juli Gebhardt
Information:
Es gelten die zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Regelungen der Coronaschutzverordnung des Landes Baden-Württemberg.
Aktuell
Theater
Beautiful and daily Stonings (the Sleeping Wife)
ein Theaterstück von Art Territories Collective
Über das Stück:
Beautiful and daily Stonings (the Sleeping Wife) ist inspiriert von Talia, Sonne und Mond, der Erzählung, die Giambattista Basile 1634 verfasste und aus der sich Jahrhunderte später Dornröschen entwickelte.
Während die Tradition darin eine Liebesgeschichte und ein glückliches Schicksal sieht, verweilt dieses Stück in den dunkleren Bereichen der Erzählung: dem schlafenden, verlassenen Körper, dem Verlangen, der Macht und der Gewalt. Im Wechsel zwischen fiktionalen Bezügen und dem ständigen Echo realer Fälle im Zusammenhang mit dem berüchtigten „Schlaf-Inhalt“ durchbohrt das Stück die glänzende Oberfläche des Märchens und legt offen, was hinter dem Versprechen eines Happy Ends verborgen liegt.
Infos:
Datum: 18. und 19. September 2026, je 19 Uhr
Dauer: 1 Std. 15 Min.
Team: Karina Pino Gallardo (Regie, Text und Darstellerin), Emilia Dorr (Regieassistenz und Darstellerin), Maya Siegle (Darstellerin), Carlos Hernández (Sounddesign), Videos: Dayani Muñoz
Über die Künstlerin:
Karina Pino Gallardo ist eine kubanische Theaterregisseurin, Performerin und Kunstwissenschaftlerin, die in Deutschland lebt.
In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Konzepten wie Erinnerung, Gewalt und Macht auseinander und schafft immersive Performances und Theaterstücke, in denen dokumentarische Ansätze und Fiktion miteinander verschmelzen. Im Rahmen verschiedener Künstlerresidenzen (Portugal, Deutschland, Spanien, Italien, Chile, Kolumbien, Kuba), Festivals und kreativer Plattformen hat sie internationale Projekte entwickelt und mit zahlreichen Künstlern und Institutionen in ganz Europa und Lateinamerika zusammengearbeitet. Ihre Theaterstücke und Performances wurden in den letzten sechs Jahren europaweit aufgeführt.