Aktuell
Ausstellung
Circling Trees
Jonas Maria Ried
Eröffnung:
Freitag, 13. Januar 2023, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 17:00-20:00 Uhr
Samstag und Sonntag 14:00-17:00 Uhr
Über die Ausstellung:
Im Mittelpunkt der Werke von Jonas Maria Ried (*1989) steht die Beziehung des Menschen zur Natur. Ob Landschaft oder Tiere, Ried widmet sich unserem Erleben und Umgang mit ihnen. Seine Videoprojektionen rufen einerseits ein Gefühl von Andacht und Erhabenheit hervor, andererseits stehen sie auch als starke Metaphern für den teils hochmütigen Eingriff des Menschen in sein natürliches Umfeld.
Ried nimmt unter anderem Bezug auf das Landschafts- und Naturbild des 19. Jahrhunderts. Natursehnsucht und der Wunsch nach einer unmittelbaren Erfahrung von Naturgewalt sind Parallelen zur Gegenwart. Im Stil der Figuren eines Casper David Friedrich präsentiert sich der Künstler vor einem rauschenden Wasserfall, schwingt an einem Seil um Bäume oder dreht eine Fichte am Waldrand. Dem rauschenden Klang von Wasser oder Wind sowie der kontemplativen Einsamkeit des Subjekts steht dabei eine kulissenhafte Inszenierung der Natur gegenüber.
In den Stallperformances „Talking to Cows“ werden Kühe zum originären Publikum von Ried. Musizierend tritt er mit ihnen in Verbindung und ist interessiert an ihren Reaktionen. Damit legt er den Schwerpunkt auf das intime Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Für die Mehrheit der Konsumenten spielt ein solches angesichts der Zwecktierhaltung für den alltäglichen Fleischkonsum heute keine Rolle mehr.
Klimakrise, Tierwohl, Übertourismus und der Wald als Plantage sind gedankliche Anknüpfungspunkte in den hier ausgestellten Videos. Doch die Arbeiten lassen sich nicht nur darauf reduzieren. Sie sind weder plakativ noch belehrend. Sie verweisen auf die schützenswerte Schönheit, die vor dem Hintergrund einer totalen Konsum- und Spaßgesellschaft von der Zerstörung bedroht ist.
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
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Konzert
shindig #7
Grand Piano
Über die Veranstaltung:
Shindig Nr. 7!! Diesmal: Grand Piano, am 18. April im Kunstraum 34 in Stuttgart, 21 Uhr!
Die Pianistin Mai Kawano wird „Mass“, „Concerts“ und „I See“ von Yuri Umemoto sowie „Lucid“ von Ben Nobuto und „djytb: Tutorial No. 1“ von Lukas Beyer aufführen – allesamt Kompositionen für Klavier und Fixed Media. Nach dem Konzert werden Yuri Umemoto, Mai Kawano und Lukas Beyer gemeinsam ein DJ-Set spielen.
Eintritt auf Spendenbasis.
shindig ist eine von Lukas Beyer und Weiny Fitui initiierte Konzertreihe für zeitgenössische experimentelle Musik.
Über die Musiker*innen:
Yuri Umemoto (geb. 2002) ist ein in Tokio geborener Komponist. Seine Musik entsteht durch Notation, Aufnahme und Bearbeitung, wobei er häufig aufgezeichnete Stimmen und Lieder einbezieht. Er schafft Werke, die von Bühnenaufführungen bis hin zu Aufnahmen reichen. Seine Praxis umfasst klassische und zeitgenössische Musik/Kunst sowie die Club-, Experimental-, Ambient- und Popmusikszene. Umemoto ist derzeit Artist in Residence bei @akademiesolitude.
Mai Kawano (geb. 2002) ist eine in Frankfurt lebende Pianistin. Mit einem Hintergrund in der klassischen Musik arbeitet sie mit Komponisten ihrer Generation zusammen und bringt neue Werke zur Uraufführung. In ihren Arrangements interpretiert sie bestehendes Material neu und erforscht durch eine ausgeprägte Sensibilität für instrumentale Ansätze Erinnerung und Erzählung.
Ben Nobuto (geb. 1996) ist ein britisch-japanischer Komponist, Pianist und Produzent, der in London lebt. Mit einem Stil, der als „äußerst zeitgenössisch“ (Manchester Collective) und „klanglich umwerfend“ (RPS Awards) beschrieben wird, beschäftigt sich seine Musik mit Themen wie Aufmerksamkeit und Fragmentierung, wobei er auf spielerische, ironische und surreale Weise Anleihen bei der Internetkultur und populären Ausdrucksformen nimmt. Er kombiniert häufig akustische und elektronische Klänge und interessiert sich dafür, wie Prozesse des einen auf das andere übertragen werden können, sowie für die Beziehung zwischen dem „Menschlichen“ und dem „Nicht-Menschlichen“ im Kontext einer Live-Performance.
Lukas Beyer (geb. 1997) ist djytb, djytb ist ____________. Zum Beispiel hat er ein IKEA-Regal in ein Soundsystem umgebaut (Kallax Soundsystem, 2022), einen musikalischen Kurzfilm gedreht (Official Music Video, 2025) und versteht Konzerte als performative Setzungen. Seine Musik wurde von In Unison (Brüssel) und 76666 (Karlsruhe) veröffentlicht.